|
|
Vom Reden |
|
|
Vom Reden
Danach sagte ein Gelehrter: " Sprich über das Reden." Und er antwortete also:
Ihr redet, sobald ihr aufhört mit euren Gedanken zufrieden zu sein.
Und so ihr nicht länger in
der Einsamkeit des Herzens zu verweilen vermöget, lebt ihr in den
Lippen, und der Laut ist euch eine Zerstreuung und ein Zeitvertreib.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
Von der Ehe |
|
|
Von der Ehe
Und wieder ergriff Almitra das Wort und sprach: "Und wie ist es um die Ehe, Meister?" Und er antwortete also:
Vereint seid ihr geboren, und vereint sollt ihr bleiben immerdar.
Ihr bleibt vereint, wenn die weißen Flügel des Todes eure Tage scheiden.
Wahrlich, ihr bleibt vereint selbst im Schweigen von Gottes Gedenken.
Doch lasset Raum zwischen eurem Beinandersein,
|
|
Weiterlesen...
|
|
Vom Schmerz |
|
|
Vom Schmerz
Und eine Frau erhob die Stimme und sprach: "Rede uns vom Schmerz. " Und er antwortete:
Schmerz bedeutet das Brechen der Schale, die euer Verstehen umschließt.
Genau wie der Obstkern brechen muß, auf daß sein Herz der Sonne ausgesetzt sei, ebenso müßt auch ihr den Schmerz erleben.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
Von der Religion |
|
|
Von der Religion
Und ein alter Priester sprach: "Rede uns über die Religion." Und er antwortete also:
Hab' ich denn am heutigen Tage von irgend etwas anderm geredet?
Ist Religion nicht eine jegliche Tat und Betrachtung?
Und ist sie nicht gleichzeitig weder Tat noch Betrachtung, sondern ein
Wunder und ein Erstaunen, das dauernd aus der Seele quillt, selbst
derweil die Hände den Stein behauen oder den Webstuhl besorgen?
|
|
Weiterlesen...
|
|
Vom Lehren |
|
|
Vom Lehren
Dann sprach ein Lehrer: "Rede uns vom Lehren." Und er antwortete also:
Niemand vermag euch etwas zu offenbaren, das nicht schon halbschlummernd im Dämmern eures Wissens ruht.
Der Lehrer, der im Schatten des Tempels wandelt, gibt seinem Gefolge
eher von seinem Glauben und seiner Liebe als von seiner Weisheit.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
|
|
<< Start < Zurück 1 2 3 4 Weiter > Ende >>
|
|
Seite 1 von 4 |